USB-Kabel

Die Handys der ersten Generation zeigten sich nicht nur in heute vergleichsweise beeindruckender Größe, sie hatten auch alle ihre eigenen Anschlüsse für Ladegeräte und zum Anschluss an andere Geräte. Sogar beim gleichen Hersteller war man nicht unbedingt davor gefeit, dass das Anschlusskabel an einem seiner anderen Handys nicht passte. Das war auch nicht ganz so schlimm. Man hatte in der Regel nur ein Handy pro Person oder sogar je Haushalt. Und dieses Telefon behielt man dann auch ein paar Jahre.

Mittlerweile sieht die Handywelt ja ganz anders aus. Zahllose Modelle tummeln sich in immer kürzeren Innovationszyklen auf dem Markt und der Preiskampf wird immer härter. So kamen selbst die Hersteller nicht umhin, nach einer Standard-Lösung für einen Anschluss zu suchen. Zudem wollten immer mehr Nutzer ihr Handy nicht nur zum Telefonieren gebrauchen. Die ganze Online- und Offline-Welt sollte möglichst ohne großen Aufwand verzahnt sein!

Übertragung von Daten

So gebar die Not eine neue Buchse, an der sich trotz des geringen Platzangebots USB-Kabel für Handys anschließen ließen. Diese nannte sich aufgrund der nötigen Miniaturisierung treffenderweise Mini-USB. Am weitesten verbreitet hat sich dabei die Version „Mini B“. Da sich diese USB-Buchse sowohl für das Laden des Handy-Akkus als auch zur Datenübertragung nutzen lässt, findet sich dieser Stecker dann auch heute noch an Ladegeräten, Adaptern für den Zigarettenanzünder im Auto sowie bei PC-Verbindungskabeln. Vor allem letztere sind somit kompatibel zu Verbindungskabeln zum Beispiel von Videokameras, Fotoapparaten und anderen Peripheriegeräten. Das erspart einem manchen Kabelwust auf dem Schreibtisch.

Seit etwa dem Jahr 2007 haben die USB-Kabel für Handys den neueren und stabileren „Micro B“-USB-Anschluss. Deren Stecker sind etwa um die Hälfte flacher als beim Mini-USB (nur noch 6,8 x 1,8 mm) und unterstützen auch USB 3.0 sowie USB On-the-Go (OTG) – eine Möglichkeit auch ohne PC zu kommunizieren. Diese sind deshalb stabiler, weil sie standardmäßig eine Edelstahlkrampe aufweisen müssen. Sie können laut Spezifikation doppelt so oft ein- und ausgesteckt werden wie Mini-USB-Stecker (mindestens 10.000-mal!)

Auf der Computer-Seite gibt es derzeit bei allen Versionen den gleichen Standard-PC-Anschluss („USB Standard-A“).